Neues CBD Gesetz in der Schweiz – Bund verbietet den Verkauf von CBD-Ölen ab September 2022

CBD-Öl – ein CBD Produkt im Gesetzes-Dschungel

Das Inverkehrbringen und die Einsatzmethoden von CBD Produkten wie CBD-Öl war und ist europaweit unterschiedlichen Regelungen unterworfen. Nicht nur für den Endverbraucher ergeben sich hierbei mehr Fragen als eindeutige Antworten. Trotzdem hat sich das meist in Tropfenform erhältliche CBD-Öl in der Schweiz und anderen europäischen Ländern einen Namen gemacht. Dabei macht besonders die sogenannte Novel-Food-Verordnung CBD-Herstellern- und Händlern sowie interessierten Verbrauchern das Leben schwer. So wird CBD-Öl in der Schweiz ohnehin schon weder als Nahrungsergänzungsmittel noch als Arznei eingestuft. Ein CBD Produkt als Nahrungsergänzungsmittel einstufen zu lassen, ist mit hohen Kosten verbunden und kann unter Umständen Jahre dauern. Wer CBD-haltiges Hanföl kaufen oder in der Schweiz CBD-Öle herstellen möchte, weiss:

In der Schweiz wird CBD-Extrakt seit 2017 als Chemikalie behandelt. Dies hielt überzeugte Anwender jedoch nicht davon ab, ihr meist qualitativ hochwertiges CBD-Öl trotzdem innerlich wie äusserlich anzuwenden. Die Anmeldestelle für Chemikalien will nun mit einer speziellen Verfügung zumindest diese orale Einnahme von CBD-Öl verhindern.

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Was ist der Grund für die Gesetzesänderung/ Verbot beim CBD-Öl:

CBD wird von Experten unter anderem eine entzündungshemmende sowie entspannende Wirkung zugesprochen. Daher ist davon auszugehen, dass das sogenannte „CBD-Duftöl“ auch (missbräuchlich) oral verwendet wird. Damit werden – laut Anmeldestelle für Chemikalien – die in der Schweiz geltenden Bestimmungen bezüglich des Gesundheitsschutzes umgangen. Diese Bestimmungen sind im Schweizer Heilmittel- und Lebensmittelrecht verankert und haben wichtige Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen (Artikel 3ff PrSG) zur Grundlage. Da auch das Chemikalienrecht diesen „widerrechtlichen Missbrauch“ nicht verhindern kann, scheint das Vergällen die einzig (un)verhältnismässige Massnahme zu sein. 

CBD-Öl ohne Vergällung: Nur noch für kurze Zeit erhältlich

In den Augen der Anmeldestelle für Chemikalien handelt es sich bei der innerlichen Einnahme von CBD-Öl um eine Form des Missbrauchs. Daher reagierte besagte Anmeldestelle mit einer entsprechenden Verfügung, nach der CBD-Ölen demnächst ein Vergällungsmittel beigefügt werden muss. Diese Verfügung soll dem Verbraucher die Einnahme im wahrsten Sinne des Wortes „vergällen“ und nach einer Übergangsfrist von 6 Monaten vom Tage der Verfügung (24. März 2022) an, gelten.

Ab dann wird in der Schweiz also kein einnahmefähiges CBD-Öl mehr erhältlich sein.

Die Lösung? Die meisten überzeugten Anwender von CBD-Öl legen sich einen Vorrat an „reinem“, unvergälltem CBD-Öl an. Solange die Überfrist noch gilt, ist dies ohne Weiteres möglich. Unklar ist, ob es Alternativen gibt oder sich die Gesetzeslage zugunsten von Händlern und Verbrauchern wieder ändern wird.

Da CBD-Öl in Dunkelflaschen verkauft und ungeöffnet recht lange Zeit haltbar ist, lohnen sich Hamsterkäufe hierbei womöglich tatsächlich. Jedoch besteht die Gefahr, dass vor allem CBD Produkte unklarer Herkunft und zweifelhafter Qualität aus dem Ausland gekauft werden.

Hochwertiges Hanföl kaufen in der Schweiz: Dies wird ab kommendem Herbst also nicht mehr so einfach möglich sein.

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CBD-Öl: Die neue Allgemeinverfügung und ihre Folgen

Unter anderem sind folgende Punkte auf der entsprechenden Verfügung zum künftigen Inverkehrbringen von CBD-Öl gelistet:

  • Definitionen

Zwar ist in der Verfügung lediglich von CBD-Duftöl die Rede. Dennoch bezieht sich die Verfügung auf sämtliche, als Chemikalie eingestuften Produkte, die Cannabidiol enthalten – unabhängig von der eigentlichen Produktbezeichnung. 

Die Folgen:

Ob Naturkosmetik mit CBD-Öl, Seifen mit CBD-Extrakt oder andere Naturprodukte mit Cannabidiol: Der Verfügung nach sind also mehr als nur hochwertige CBD-Öle betroffen.

  • Massnahmen 

Vergällungsfreies „CBD-haltiges Duftöl“ darf also ab Ende September weder in Verkehr gebracht noch an Endverbraucher abgegeben werden. Selbst die Konzentration eines geeigneten Vergällungsmittels wird vermutlich vorgeschrieben sein.

Die Folgen:

Auf das ebenfalls teure und wertvolle Bio-Zertifikat hochwertiger CBD-haltiger Bio-Produkte wird diese Massnahme ebenfalls fatale Auswirkungen haben. Denn ein Produkt, welches ein ungeniessbares Vergällungsmittel enthält, wird – trotz ansonsten einwandfreier Bio-Qualität – kaum noch den strengen Bio-Richtlinien genügen. Wer ab Herbst 2022 Hanföl kaufen oder in der Schweiz in den Verkehr bringen möchte, wird sich damit abfinden müssen: Neben natürlichen Inhaltsstoffen, selbst in bester Bio-Qualität, ist dann in jedem CBD-Öl zusätzlich ein Vergällungsmittel enthalten.

  • Übergangsregelung 

Bereits vorhandenes CBD-Duftöl darf noch ein halbes Jahr nach Inkrafttreten entsprechender Allgemeinverfügung an den Verbraucher abgegeben werden.

Die Folgen:

Bereits jetzt ist ein Run auf die noch nicht vergällten CBD-Öle und andere CBD Produkte zu beobachten. Auch wir von CBD MED Schweiz stellen dies seit Bekanntwerden der Verfügung fest. Selbstverständlich provoziert eine solche Verfügung zu Hamsterkäufen. Was ursprünglich dem Gesundheitsschutz der Konsumenten dienen sollte, kann sich dadurch jedoch eher als schädlich erweisen. Denn neben hochwertigen Bio-CBD-Ölen sind auch viele billige, weil minderwertige Produkte auf dem Markt. Diese können mitunter sogar Reste von Lösungsmitteln und anderen Chemikalien enthalten. Wollen Anwender jedoch vergällungsfreies Hanföl kaufen und in der Schweiz ist dies nicht mehr möglich, wird es einen florierenden Schwarzmarkt geben. Dies könnte die Gesundheit der Bürger viel mehr gefährden als der legale Handel mit regelmässig kontrollierten vergällungsfreien CBD-Produkten.

  • Entzug der aufschiebenden Wirkung 

Eine Beschwerde gegen diese Allgemeinverfügung hat keine aufschiebende Wirkung.

Die Folge:

Selbstverständlich ist mit einer Masse von Klagen gegen diese Verfügung zu rechnen. Zwar gilt momentan noch die Übergangsregelung. Ab dem Inkrafttreten der Verfügung wird diese jedoch auch durch eine eingereichte Klage nicht verlängert. Somit haben auch entsprechende Beschwerden keine aufschiebende Wirkung.

Die letzten CBD-Öle

 

CBD: Laut WHO ungefährlich

Die beschlossene Massnahme zur Vergällung von CBD-Öl stösst in der Hanfbranche auf fassungsloses Unverständnis. Denn sogar die WHO bestätigte unlängst die Ungefährlichkeit dieses Cannabinoids. CBD aus dem Medizinalhanf wird mittlerweile immerhin auch in Form medizinischer Cannabisprodukte verwendet. In verschreibungspflichtigen Medikamenten kommt es gegen Schmerzen bei Krebspatienten sowie für Patienten mit MS oder juveniler Epilepsie vielfach zum Einsatz. 


Von diesem Paradox einmal abgesehen: CBD-Öle aus EU-zertifiziertem Nutzhanf, die in der Schweiz als Chemikalien eingestuft werden, sind ohnehin als solche deklariert. Verbraucher werden also durch die Verpackungshinweise auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht bzw. vor einer oralen Einnahme gewarnt.

Hoffnung auf die Zukunft

Schon oft hatte die Hanfpflanze gegen einen zweifelhaften Ruf kämpfen müssen. Obwohl sie dem Menschen seit Jahrhunderten auf vielfältige Weise nutzt, gerät sie immer wieder neu in ein schlechtes Rampenlicht. 

Etliche Schweizer Hanfproduzenten wollen sich gegen diese erneute unverhältnismässige Massnahme wehren. Auch die IG Hanf hält das Vergällen und die derzeitige Gesetzgebung rund um Cannabisprodukte für nicht verhältnismässig und zeitgemäss.

Es ist ein gutgemeinter Vorstoss zum Schutze der Bürger, der hier jedoch weit über das Ziel hinausschiesst. Es bleibt zu hoffen, dass vor Ende der Übergangsregel eine neue Regelung gefunden wird. Doch bis dahin werden einige Händler pausieren, andere aufgeben und wieder andere ihr hochwertiges CBD-Öl mit ungeniessbaren Geschmacksstoffen vergällen müssen. CBD-haltiges Hanföl kaufen in der Schweiz: Dieses Thema wird die Hanfbranche und Verbraucher auch noch in Zukunft beschäftigen.

Schweizer CBD-Öl aus Bio-Anbau

 

Lösungsorientiertes Arbeiten

Wir von CBD MED Schweiz bemühen uns ebenfalls, eine Lösung für dieses Dilemma zu finden. Unsere Firmenphilosophie und Herstellung basieren vor allem auf Respekt und Liebe unserer Umwelt gegenüber. Daher liegen uns natürliche und biologische Anbau- und Herstellungsmethoden besonders am Herzen. Ein Vergällen unserer liebevoll hergestellten CBD-Produkte in hochwertiger Bio-Qualität fällt uns daher umso schwerer. Noch haben wir jedoch übergangsweise unvergällte Bio-CBD-Öle vorrätig. Dieser Bestand wird vorläufig der letzte vergällungsmittelfreie sein, sollte sich an der momentanen Gesetzgebung nichts ändern. 

Solltest du also Wert auf vergällungsmittelfreie Bio-Hanf- bzw. CBD-Öle legen, kannst du diese noch immer bei uns erwerben. Neu-Produktionen dürfen allerdings dann nur noch vergällt in den Handel kommen.

Selbstverständlich informieren wir unsere Kunden weiterhin über mögliche Änderungen des Schweizer Cannabis-Gesetzes und die Allgemeinbestimmungen zum Thema CBD-Öl.

Sollten sich also grundlegende Bestimmungen in puncto CBD ändern, sind unsere Kunden die ersten, die dies von uns erfahren werden. 


Es besteht noch eine kleine Chance

Wir geben selbstverständlich nicht kampflos auf! Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck daran, nach einer Lösung zu suchen. Anhand von Besprechungen mit Partnern aus der Branche und dem Hanfverband Schweiz sind wir optimistisch, irgend einen Weg zu finden. Potentielle Lösungsansätze und Wege sind aktuell in rechtlicher Prüfung. Leider ohne Gewähr, aber eine kleine Chance besteht noch, dass man CBD-Öl allenfalls anders deklarieren kann. Wir geben unser Bestes und halten euch auf dem Laufenden.

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